Gurdjieff Heute

Informationen zu Gurdjieff, J. G. Bennett und Seminaren von Bruno Martin

17. – 19. September 2021

Südergellersen

Realistisch sein – die vielfältige Wirklichkeit unseres Lebens

In diesem Seminar möchte ich anregen zu ergründen, was es bedeutet, “realistisch” zu sein. In dem Thema entsprechende Wahrnehmungsübungen können die Unterscheidungsfähigkeit für verschiedene Ebenen der Wirklichkeit trainiert werden.

Meiner Erfahrung nach können wir von drei unterschiedlichen Sicht- und Erkenntnisweisen der Wirklichkeit ausgehen:

Die erste Ebene ist die Realität, mit der wir durch unsere alltägliche Wahrnehmung (ein Tisch ist ein Tisch…) und durch Medien (die Bundeskanzlerin sagt….) konfrontiert sind.

Die Schnelligkeit der Informationsflut, die uns über die Medien erreicht, macht es nicht mehr einfach, zwischen objektiv nachprüfbaren Tatsachen und Mythen zu unterscheiden. Das ist ein Aspekt des Erkennens von Wirklichkeit, der andere betrifft unsere eigene Fähigkeit zur Fakten-Erkenntnis. Ist es uns überhaupt möglich, unvoreingenommen und absichtlich eine Situation, eine Information einzuschätzen? Die Beurteilungen einer Information entstehen fast

immer im Zusammenhang mit dem eigenen Weltbild.

Die zweite Ebene der Wirklichkeitswahrnehmung ist, klar zu erkennen, was wir wirklich wollen, was der eigenen Möglichkeit zur Erfüllung der angestrebten Wirklichkeit entspricht. Wahr-Nehmung: sich für das zu entscheiden, was meiner inneren Wahrheit, meiner eigenen Seins-Realität entspricht. , was ich wirklich tun will – oder auch nicht tun will.

Das führt zu der dritten Ebene: die absichtliche Entscheidung dafür, was ich wirklich tun will – oder auch nicht tun will.

Ein realistischer Blick auf sich selbst zu erkennen, ob ich wirklich in der Lage bin, die erwünschte Handlung zu verwirklichen.

Das Thema dieses Seminars ist sicherlich eine aktuelle Herausforderung in Bezug auf die Einschätzung nicht nur von den zur Zeit heftig uns umwirbelnden “gesellschaftlich-weltlichen” Fakten. Immer wieder herausfordernd für Menschen, die bewusst und “wach” ihr Leben leben wollen, ist der Blick auf sich selbst, auf das “Forellenkleid” der eigenen Wirklichkeiten.

In diesem Seminar möchte ich anregen, Zugänge zu finden zur Erkenntnis der eigenen Wirklichkeit um mehr und mehr in der Lage zu sein, Fakten und Mythen über sich selbst zu erkennen und, wenn möglich und notwendig, zu verändern.

Selbst-Wahrnehmung ist der zentrale Punkt, aus dem heraus ich auch andere Menschen wahrnehme und beurteile.

Wie nehme ich die anderen Menschen wahr? Habe ich Vorbehalte, Vorurteile? Und vor allem: wie erkenne ich mich und meine Stärken und Schwächen?

Innere Energieübungen, Wahrnehmungsübungen, Gesprächsrunden, Movements, die rituelle Mahlzeit und vieles mehr werden uns dabei unterstützen, die eigene Realität zu erkennen. Die Movements werden wieder von Maja angeleitet.

Zeit: Freitag, 17. September ab 16 Uhr bis Sonntag, 19. September 15 Uhr.

Ort: 21394 Südergellersen, Auf der Höhe 10

Seminargebühr: € 200,-

Hauskosten und Verpflegung: € 60,-

Übernachtung im Haus und in Zelten.

Anmeldung bitte spätestens bis 1. September 2021

19. – 21. November 2021

Südergellersen

Abenteuer Transformation

“Vervollkommnung baut gerade Straßen, aber die krummen, unvollkommenen Straßen sind die Wege des Geistes.” William Blake

Leben kennzeichnet sich durch Wandel. Wandel beinhaltet die Herausforderung Transformation. Das Beschreiten geistiger Wege erfordert, sich bewusst und willentlich immer wieder neu auf Transformationsprozesse einzulassen. Das ist nicht leicht, denn diese Wege sind gepflastert mit Stolpersteinen. Loszulassen von gewohnten Denkweisen, Ordnungen, Regeln, Vorstellungen sind einige der Stolpersteine auf einem geistigen Weg “zu sich selbst” im Bewusstsein, Anteil der geistigen Bewusstseinsfelder zu sein, Anteil der Schöpfung.

Gurdjieff sagte in einem Vortrag 1943: “Nehmen Sie einmal an, dass Sie zwei unabhängige Organismen in sich haben. Einer ist das Resultat der Erziehung, alles, was im Leben erworben wurde. Der andere ist der Originalorganismus. Dieser Urkörper funktioniert nur, wenn ich entspannt bin, ruhig und allein. Aber sobald ich ins aktive Leben zurückkehre, ist er schwach und nicht länger fähig, Einfluss zu nehmen. Es ist der andere Organismus, der dann das Ruder übernimmt und ich kann nicht länger das tun, was ich entschieden hatte zu tun. Ich bin zu meiner gewohnten Art zurückgekehrt, die Dinge anzugehen.”

Die gewohnte Art zu handeln kennzeichnet die Routine unseres Lebens. Wir sind darauf bedacht, dass alles geordnet abläuft. Wir halten Termine ein, planen die Freizeit, versuchen bei allem gut organisiert zu sein – sogar in Bezug auf Beziehungen.

Gewohnheiten, Sicherheit und Planung sind die größten Feinde eines erfüllten Lebens. Die einzige Sicherheit im Leben ist, dass sich im Leben alles verändert. Das scheint eine “Binsenwahrheit” zu sein – solange sie uns nicht betrifft. Die Einschränkungen, Sicherheitsverluste, Besitzverluste, Gesundheits- und Lebensverluste in den vergangenen Monaten konfrontieren uns in unserer ansonsten so geordneten, wohl versorgten Gesellschaft mit dieser Wandelseite des Lebens: nicht planbare Lebens-Veränderung.

Das bedeutet: wir müssen noch bewusster lernen, das es nur ein “Jetzt” gibt. Denn das ist das einzige Leben, das wir haben – jetzt. Das “Jetzt” zu leben ist ohne die Bereitschaft zum Wandel nicht möglich. Alltägliche Wege und auch geistige Wege sind dann stimmig, wenn sie dem eigenen Wesen entsprechen, im “ursprünglichen Organismus” verankert sind und nicht in den Identifikationen der Illusionen eines erlernten Selbstbildes. Bewusstes Leben beinhaltet auch die Unvollkommenheit.

Doch in der Dynamik der Veränderung liegen die kreativen Möglichkeiten verborgen, sich selbst immer mehr zum “Ich bin” hin zu verändern.

Bewusstes Leben aus einer geistigen Verwurzelung heraus erfordert auch, mit den täglichen Unvollkommenheiten gelassen umzugehen, sich nicht mit den Problemen zu identifizieren. Immer wieder nachzusinnen, was mit mir in den vergangenen Monaten geschehen ist, wie ich damit umgegangen bin, ob Ängste, Ärger, Eifersucht und Kummer etwas dazu beigetragen haben, meine Probleme zu lösen, kann den Klarblick auf sich selbst schärfen.

Die “Arbeit an sich selbst” ist der erste Schritt zur inneren Freiheit. Dazu gehört, sich selbst realistisch mit allen seltsamen Eigenheiten, Verhaltensweisen, Vorstellungen zu sehen.

Uns selbst zu erkennen kann Zugänge öffnen zur tiefen Verbindung mit der spirituellen Welt. Verbindung zu den geistigen Kräften, die in uns wirken und uns auf dem Weg zu “sich selbst” unterstützen können.

Eine “Transformation”, eine innere Wandlung ist nur möglich, wenn wir die Fähigkeit entwickeln, die Energien freizusetzen, die uns ansonsten in der “äußeren” Welt fesseln, uns festhalten an dem, was uns behindert, den Schritt in ein selbst-bestimmtes Leben zu gehen. Selbstbestimmt im Sinne von dem, was unser inneres Wesen tatsächlich ins Leben bringen will, in das eigene Leben. Es geht darum all die Möglichkeiten, die in uns schlummern, zu erkennen und auch zu verwirklichen. Auf diese Weise kann unsere Seele reifen und uns zu “wirklichen” Menschen entfalten lassen. Dieser Weg ist ein Lebens-Abenteuer, voller Überraschungen!

Erfahrung ist nicht das, was einem Menschen geschieht.

Es ist das, was ein Mensch aus dem macht, was ihm geschieht.“  Aldous Huxley

Innere Energieübungen, Wahrnehmungsübungen, Gesprächsrunden, Movements, die rituelle Mahlzeit und vieles mehr werden dabei unterstützen, die eigene Realität zu erkennen und Wege aufzeigen, die zu einer inneren Transformation beitragen können.

Zeit: Freitag, 19. November ab 16 Uhr bis Sonntag, 21. November 15 Uhr.

Ort: 21394 Südergellersen, Auf der Höhe 10

Seminargebühr: € 200,-

Hauskosten und Verpflegung: € 60,-

Übernachtung im Haus und in Zelten.

Anmeldung bitte spätestens bis 8. November 2021