Gurdjieff Heute

Informationen zu Gurdjieff, J. G. Bennett und Seminaren von Bruno Martin

7. – 10. Juni 2019

Südergellersen – Pfingstseminar

Bin ich Körper, bin ich Seele, bin ich Geist?

Spurensuche nach Erkenntnis.

 

Gemälde “Drei ist Eins” von Nana Nauwald – siehe auch www.visionary-art.de

Vielfältig wie die spirituellen Weltanschauungen sind auch die Zuordnungen von Körper, Seele, Geist. In fast allen westlichen “esoterischen” Lehren wird von der Dreiteilung des Menschen in Körper, Seele, Geist gesprochen. Bei den Anthroposophen und Theosophen gibt es z. B. auch noch eine Unterteilung in sieben “Körper”, die bei Gurdjieff (in den Gesprächen mit Ouspensky) “sieben Zentren” genannt werden. In seinem Hauptwerk “Beelzebubs Erzählungen” spricht er allerdings nur von einem natürlichen, “materiellem” Körper, dem zweiten Seinskörper oder Energiekörper, den er “Kesdjan-Körper” nennt, und dem höheren Seinskörper, der individuellen Seele, das “Gefäß” des “wirklichen Ichs”.

Alles interessante Konzepte – doch können wir selbst diese Unterscheidung erfahren? Gibt es eine Möglichkeit, den eigenen “Energiekörper”, den individuellen Geist oder die “Seele” wahrzunehmen?

Ein riesiges Bündel an Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind.

In diesem Seminar werden wir gemeinsam versuchen, mehr Klarheit über die jeweils eigene Vorstellung zu gewinnen, um so zu einem tieferen Verstehen und Empfinden von Gurdjieffs Ansicht zu gelangen.

Movements, innere Übungen, Wahrnehmungs- und Selbstbeobachtungsübungen, Gespräche, die rituelle Mahlzeit können dazu beitragen, die Erfahrung mit der Dreiheit des Seins zu vertiefen.

Zeit: Freitag 7. Juni ab 18 Uhr bis Montag 10. Juni bis 15 Uhr.

Ort: Südergellersen, Auf der Höhe 10

Seminargebühr: 230,- Euro

Hauskosten und Verpflegung: 80 Euro

Anzahlung Euro 100,-, Konto wird bei Anmeldung mitgeteilt.

Freitags gibt es gute Busverbindungen nach Südergellersen.

Übernachtung in Mehrbettzimmern.

Anmeldung über das Kontaktformular.

14. September 2019

München

Gurdjieff-Movements für das innere Wachstum

Seminar mit Bruno Martin

Der spirituelle Lebenslehrer G. I. Gurdjieff (1866-1949) entwickelte im Zusammenhang mit seiner Methode der bewussten “harmonischen Entwicklung des Menschen” auch entsprechende Tanzchoreografien, um damit die angestrebte Wachheit und Zentrierung zu fördern. Die von Gurdjieff inspirierte, berührende Musik zusammen mit den Bewegungsformen führen Körperwahrnehmung, Gefühlserleben und Denkmuster zusammen. Die Movements ermöglichen eine ganzheitliche Erfahrung von sich selbst. Sie können auch das bewusste Zusammenwirken einer Gemeinschaft vertiefen und festigen.

Die Tänze sind körperlich und geistig herausfordernd. Die Teilnehmer lernen Schritt für Schritt, sich die Reihenfolge von unterschiedlichen Bewegungen der Arme, des Kopfes und der Beine und Füße zu merken und zu beherrschen. Aufmerksamkeit ist das zentrale Element dieser Arbeit “an sich selbst”.

Das Lernen der Tanzchoreografien ist eingebunden in innere Energie-Übungen und Wahrnehmungsübungen. Die Erfahrungen werden durch Gespräche in der Gruppe ausgetauscht und vertieft. Der Zusammenhang mit der dahinter liegenden Lebensphilosophie wird ebenfalls besprochen.

Mit Live-Klavier-Begleitung von Christian Alf.

Ort: München, Georgenstraße 38, Hinterhof

Beginn: Samstag 9:30 – 18:30 Uhr.

Seminargebühr € 120 .-

Anmeldung über n.eschmann@web.de

20. – 22. September 2019

 

Seminar in Südergellersen

Das Wirken der Wirklichkeit

 

 

Die Wirklichkeit, die Wirklichkeit trägt wirklich ein Forellenkleid
und dreht sich stumm und dreht sich stumm
nach andren Wirklichkeiten um.

Andrė Heller

Seminarbeschreibung

Das Wirken der Wirklichkeit

Wenn wir etwas tun, wirken wir durch eine Handlung. Die gedachte Absicht, etwas zu tun, kann das Tun, das Wirken vorbereiten – doch Wirkung erzielt werden kann nur durch eine praktische Handlung. Sei es beim Kochen eines Essens, sei es bei der Arbeit im Garten – immer bewirkt das Tun eine Veränderung, erschafft neue Wirklichkeiten.
Doch vieles von dem, was wir tagtäglich tun, geschieht automatisch, aus einer Gewohnheit heraus, ohne über die Handlung und der Tatsache, dadurch Wirklichkeit zu bewirken, bewusst zu sein.
Es ist meine bewusste Aufmerksamkeit auf das, was ich tue, die mich im “Tun” mit der Wirklichkeit des Moments und der Auswirkung meines Handelns
in Verbindung bringt – mit mir und dem, was ich bewirke.
Dann wirke ich nicht nur an meiner eigenen “privaten” Wirklichkeit, sondern auch an der Lebens-Wirklichkeit der Gemeinschaft von Menschen, Tieren, Pflanzen.
Doch was nützt es andererseits, an einer Demonstration für den sofortigen Wandel der Klimapolitik teilzunehmen, wenn ich nicht “privat” darauf achte, Plastik, Stromverbrauch etc. zu vermeiden, zu verringern?
Was ist “Wirk-lichkeit”? Sind wir automatisch durch unser Leben und Handeln mit “der” Wirklichkeit verbunden, und mit welcher der vielen Wirklichkeiten? “Wie wirklich ist die Wirklichkeit”, fragt nicht nur der Philosoph Paul Watzlawick. Ist das, was wir als wirklich ansehen, unser eigenes inneres Konstrukt, wie er es in Büchern und Vorträgen formuliert hat?
Und es kann sich auch die Frage stellen: Was wirkt durch mich? Was bewirke ich mit dem, was ich gerade erledige, zum Beispiel den Küchenboden zu putzen, in der Welt?
Wenn jemand ein Buch geschrieben, ein technisches Produkt entwickelt oder eine Musik komponiert hat, heißt es: “ihr/sein Werk”, und meint eine kreative Neu-Erschaffung von Ideen, Gedanken oder Melodien – aber was ist dabei wirklich “neu”, geschöpft aus dem kreativen Feld, oder nur eine kleine Änderung oder eine Innovation, eine Weiterentwicklung?
Jeder Mensch die Fähigkeit, in Kontakt mit dem kreativen Feld zu kommen, in dem Neues entsteht, das durch das “Tun” eines Menschen in die Welt gebracht wird und etwas bewirkt.
Bin ich mit dem “Werk”, meinem bewussten Tun in Kontakt, verändern ich zumindest meine eigene Wirklichkeit, sicherlich aber auch mehr…
Auch bei den Movements fliesst bewusstes Wirken in unsere Welt und manchmal können wir bemerken, dass eine kreative Kraft durch uns wirkt, so dass die Choreografie eines Movements eine spürbar andere Qualität bekommt.
Werk und Wirklichkeit gehören zusammen, wir wirken das Werk,
wir erwirken Wirklichkeit, immer wieder neu.

Diese Fragen werden der “rote Faden” sein, der sich durch das Septemberseminar in Movements, Übungen und Erfahrungsaustausch ziehen wird.

Zeit: Freitag 20. September ab 16-17 Uhr bis Sonntag 22. September 15 Uhr.
Ort: Südergellersen, Auf der Höhe 10
Seminargebühr: 190,- Euro
Hauskosten und Verpflegung: 70 Euro
Anzahlung Euro 100,-, Konto wird bei Anmeldung mitgeteilt.
Freitags gibt es gute Busverbindungen nach Südergellersen.
Übernachtung in Mehrbettzimmern.
Anmeldung bitte über das Kontaktformular.