Gurdjieff Heute

Informationen zu Gurdjieff, J. G. Bennett und Seminaren von Bruno Martin

12. – 14. Januar 2024

Südergellersen

Harmonische Entwicklung

Gurdjieff veröffentlichte 1933 ein kleines Buch mit dem Titel “Herald of Coming Good” – Verkündigung des kommenden Guten. Es sollte als Werbebroschüre für sein Institut dienen, das er bereits 1923 in Fontainbleau Avon begründet hatte, aber dann 1933 geschlossen wurde. Die Gründung seines Instituts ist nun 100 Jahre her. Seine Arbeit hat viele Menschen inspiriert.

Traditionell wird Gurdjieffs Geburtstag am 13. Januar gefeiert (man weiß kein genaues Datum, aber es ist der russische Neujahrstag).

Wir feiern zu Ehren des Inspirationsgebers dieser Arbeit auch am 13. Januar mit einem rituellen Essen mit Wodka und Toasts, vielen Gesprächen, und vor allem den Movements, den rituellen Tänzen, die er mit wunderschöner Musik und herausfordernden Choreografien kreativ entworfen hat. Wir sprechen über sein Ideen und welche heute noch von Bedeutung sind. Und lesen aus seinem Buch “Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen”. Tatsächlich ist jede, jeder einzelne von uns “bemerkenswert”, wenn sie oder er diesen spirituellen Weg geht.

Ich werde immer wieder gefragt: Was ist das “Besondere” an diesem 4. Weg, wie er auch genannt wird, was unterscheidet diesen von anderen spirituellen Wegen, wie Sufismus, Yoga, usw.? Für mich war ausschlaggebend, dass Gurdjieff und noch mehr sein Schüler und späterer Lehrer dieser Arbeit, John G. Bennett, (dessen “Schüler” ich war), eine Verbindung zwischen Wissenschaft und Spiritualität herstellte. In der Praxis zählt dazu körperliche Arbeit wie Holz stapeln, Wasserleitungen verlegen und Essen kochen… Ebenso sind die sogenannten Movements zuerst einmal herausfordernd für die körperliche Motorik. Bei all diesen äußeren Aktivitäten wird Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, absichtsvolles, bewusstes Handeln, trainiert. Innere Übungen mit Aktivierung von körperlichen und spirituellen Energien tragen weiterhin dazu bei, ein “harmonischer Mensch” zu werden.
Nun, das ist in manchen der spirituellen Wegen, die ich auch kennen gelernt habe, auch vorhanden. Aber irgendwie habe ich in all den 50 Jahren, in denen ich diese Seminare gebe, immer wieder den Eindruck, dass hierbei etwas Besonderes geschieht, das man nicht in Worten ausdrücken kann.
Ich lade dich ein mit Rumis Worten: “Komm, Komm, wer immer du bist!…”

Zeit: Freitag 12. Januar ab 16 Uhr bis Sonntag 14. Januar 15 Uhr.
Ort: Südergellersen, Auf der Höhe 10
Seminargebühr: 200,- Euro
Hauskosten und Verpflegung: 80 Euro
Anzahlung Euro 100,-, Konto wird bei Anmeldung mitgeteilt.

Freitags gibt es gute Busverbindungen nach Südergellersen. Ich kann dir entsprechend helfen – oder du schaust bei HVV.de Lüneburg-Südergellersen, Georg-Cohrs-Weg (dieser Halt ist 200 m von uns entfernt).
Übernachtung in Einzel- und Mehrbettzimmern.

15. – 17. März 2024
Südergellersen

Frühlingserwachen –

Zeit des Erwachens der eigenen Kreativität

Die Frühlingszeit ist die Zeit des Gleichgewichtes zwischen Nacht und Tag, den Kräften des Lichts und der Dunkelheit.
Es ist die Zeit des Erwachens der Lebenskräfte in der Natur, die Zeit des Säens, Zeit der erstarkenden Sonnenkraft.
Die im Dunkel der Erde und auch die in uns ruhenden, vielfältigen Lebens-Samen wollen ans Licht mit dem Versprechen einer fruchtbaren Fülle, die sie in sich bergen und die in die Welt kommen will
Frühling – diese Zeit des Erwachens kann auch wieder neu die Sinne öffnen und schärfen für die Wahrnehmung der eigenen inneren „Sonnenkraft“ und der in uns schlummernde “Saat” der Kreativität, der Visionen des eigenen Seins, die zu Wachstum und Verwirklichung drängt.
Wie erwecken wir unsere eigene, oft schlummernde Lebens-Kreativität? Kreativität ist keine rein künstlerische Fähigkeit, sondern auch für Innovationen und neue Blickweisen wichtig. Jede/Jeder ist kreativ – aber diese Fähigkeit und die Motivation zu kreativem Tun ist bei allen Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Wir wissen, dass „kreative Energie“ nicht bewusst hervorgerufen werden kann, nicht fassbar oder erzwungen werden kann. Aber wir können uns für kreative Impulse aus dem Bewusstseinsfeld öffnen.
Es kommt vor allem darauf an, offen und sensitiv zu sein, zu vertrauen und auch etwas zu wagen, denn der kreative Akt verlangt von uns auch die Hingabe, an der „Sache“ zu bleiben und die Ideen oder Vorstellungen auch umzusetzen – manchmal sogar gegen alle Widerstände, die von außen kommen mögen. Ohne Mut zu etwas Neuem kann sich eine kreative Aktion nicht manifestieren. Nur Bekanntes zu wiederholen oder etwas zu modifizieren ist nicht kreativ. Eine kreative Aktion will immer Neues erschaffen und gibt sich nicht mit Gewohntem zufrieden.
Bild: Entfaltung

Dieses Seminar soll anregen, durch äußere und innere Bewegungen und Übungen – Gemeinschafts-Arbeit im Freien, Movements, Stille, Gespräche und dem sichtbaren Ausdruck des neuen Erwachens in einer Mal-Übung den Zugang zur dem eigenen Leben entsprechenden Kreativität zu öffnen und zum erneuten, stärkendem Wachstum anzuregen.

Zeit: Freitag, 15. März ab 16 Uhr bis Sonntag, 17. März 15 Uhr.
Ort: 21394 Südergellersen, Auf der Höhe 10
Seminargebühr: € 200,-
Hauskosten und Verpflegung: € 60,-
Übernachtung im Haus, meist in 2-Bett-Zimmern, Ez möglich.

17.- 20. Mai 2024 Pfingsten
Südergellersen

Grüne Lebenskraft – Wandelkraft Geist

Pfingsten, Pentecost – der 50. Tag – ist kalendarisch an Ostern gekoppelt. Daher ist Pfingsten 2024 bereits Mitte Mai.
Zu dieser Zeit erblüht und grünt die Natur, auferstanden aus der Zurückgezogenheit und Starre des Winters!
Als „grüner Mann“ – und auch „grüne Frau“ – wurde in unseren europäischen alten Kulturen der Geist, die Energie benannt, die in jeder Zelle des Pflanzenreiches gegenwärtig ist und die in das Reich der Tiere und Menschen durch die essbare Nahrung, durch die Blumendüfte und die Kraft Bäume gelangt.
Dieser aus vorchristlichen Zeiten überlieferte Mythos des “grünen Mannes” überlebte in deutschen, französischen und englischen Kathedralen der Gotik, wo man ihn in vielen hundert Skulpturen als “Blattgesicht” in den Ecken, in Fensterstürzen und in Sockeln versteckte.

In der Sufi-Tradition, aus der auch „geistige Fäden“ in Gurdjieffs und Bennetts Lehre eingegangen sind, gibt es auch einen „grünen Mann“ : Khidr genannt. Während unserer „rituellen Mahlzeiten“ lassen wir für ihn immer einen Platz am Tisch frei, denn er ist eine Manifestation der Lebenskraft „Grün“ .
Vermutlich ist das auch der Ursprung aller Mythen, die sich um den „grünen Mann“ herum entwickelt haben. Doch „Mythen“ erzählen von einer Wirklichkeit des Geistes, der in der Kraft des Lebens wirkt, so dass wir dieses Phänomen besser begreifen können.
Während dieses Seminars möchten wir einigen dieser „nicht mit dem Verstand“ fassbaren geistigen Zusammenhänge und Manifestationen von „Lebenskraft“ näher kommen, sondern sie erleben in inneren Übungen, der Grün-Meditation vom buddhistischen Mönch Bante Dharmavera, mit intensiven Movements und Gesprächen und im gemeinsamen Tun.

Zeit: Freitag 17. Mai ab 16 Uhr bis Pfingstmontag 20. Mai 11 Uhr.
Ort: Südergellersen, Auf der Höhe 10
Seminargebühr: 250,- Euro
Hauskosten und Verpflegung: 90 Euro
Anzahlung Euro 100,-, Konto wird bei Anmeldung mitgeteilt.
Freitags gibt es gute Busverbindungen nach Südergellersen. Ich kann dir entsprechend helfen – oder du schaust bei HVV.de Lüneburg-Südergellersen, Georg-Cohrs-Weg (dieser Halt ist 200 m von uns entfernt).
Übernachtung in Einzel- und Zweibettzimmern und in Zelten.

 

20. – 22. September 2024

Südergellersen

Wahrnehmung der Wirklichkeiten

Jeder von uns lebt in seiner eigenen Wirklichlichkeit: die eigenen Lebensumstände unterscheiden sich von denen anderer Menschen, das ist eigentlich jeder und jedem klar. Wenn ich am PC Texte schreibe, bin ich in einer anderen Wirklichkeit als der Mensch, der mein Auto repariert. Dennoch kann ich mich mit dem Mechaniker darüber verständigen, dass irgendetwas am Auto nicht stimmt.

Dasselbe geschieht bei unserer sprachlichen Kommunikation. Wir können über Dinge sprechen, die in einer gemeinsamen materiellen Welt wichtig sind und jede und jeder versteht, sei es Kindererziehung, Politik oder sonst etwas dieser äußeren Vielfalt an Wirklichkeit. Dennoch hat jede/r eine andere Meinung oder Auffassung dessen, was sie oder er wahnimmt.

Wenn es um „innere Welten“ geht, wird die Kommunikation darüber noch schwieriger. Allein die Begrifflichkeit von etwas dieser „anderen Welt“ stellt uns vor Herausforderungen: was erlebe ich, wenn ich eine „Energieübung“ mache, was ist „Seele“, was ist die spirituelle Welt überhaupt – und wie nimmt sie an meinem Leben Teil. Lebe ich gleichzeitig in einer materiellen Welt sowie einer geistigen Welt? Sind beide verbunden und kann ich diese Verbundenheit wahrnehmen? Und welche „Wahrnehmungswerkzeuge“ stehen mir dazu zur Verfügung?

John G. Bennett sagt: „Wir können die Wirklichkeit nicht sehen, weil es uns an Aufmerksamkeit fehlt.“ Tatsächlich ist das Instrument de Wahrnehmung die Kraft der Aufmerksamkeit! Wenn wir etwas bemerken, zum Beispiel dass der Fußboden im Zimmer voller Dreck und Staub ist, dann können wir die Initiative ergreifen, den Boden zu fegen oder zu saugen. Wenn wir es nicht bemerken, dann leben wir in einer „unwirklichen“ Welt, weil unsere Aufmerksamkeit nicht vorhanden ist. Es ist wirklich schwer zu begreifen, dass jede gut ausgeführte Aufgabe, jede Handlung, die sich für etwas gewissenhaft sorgt – nicht nur um Menschen, sondern um alles was seiner Art gemäß gut behandelt wird – die Wirklichkeit erschafft.

Während diesem Seminar geht es darum die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit so zu wecken, dass wir in der „wirklichen“Welt und nicht in einer Traumwelt leben.

Wahrnehmungsübungen, die Gurdjieff-Movements und viele andere Aspekte dieser „Wirklichlichkeitsarbeit“ wie „innere Übungen“, Meditation, Gesprächsrunden werden uns unterstützen, dem Wirken der Wirklichkeit näher zu kommen.

 

Zeit: Freitag, 20. September ab 16 Uhr bis Sonntag, 22. September 15 Uhr.

Ort: 21394 Südergellersen, Auf der Höhe 10

Seminargebühr: € 200,-

Hauskosten und Verpflegung: € 70,-

Übernachtung im Haus, meist in 2-Bett-Zimmern, Ez möglich. Je nach Wetter auch in Zelten

 

15. – 17. November 2024

Südergellersen

Das verwirklichte Leben

Bei Geburtstagen wird manchmal gesungen: „Schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst vermisst.“ Wie kann man jemanden „vermissen“ wenn sie oder er nicht geboren ist und wir diese Person nicht kennengelernt haben?

Das führt zum Gedanken, dass jeder geborene Mensch einen Kreislauf des Lebens durchläuft, von der Geburt bis zum Tod. Das wirft auch die Frage auf: „Warum sind wir geboren, welchen Sinn hat unser Leben“?

Jeder Mensch wird mit einem Potenzial geboren, in seinem Leben etwas zu verwirklichen. Ist das Bestimmung, Schicksal, natürliche Entwicklung?

 

Was ist ein „vollendetes Leben“? Schwierige Fragen, denen wir bei diesem Seminar nachgehen möchten – und vielleicht auch manche neue Erkenntnisse darüber gewinnen können.

 

Der Monat November hat wohl wegen der Übergangszeit zwischen farbigem Herbst und dunklem Winter mit seinen Feiertagen „Allerseelen“, „Totensonntag“ ein Schwergewicht auf „Seele“. Wenn wir also vom „verwirklichtem Leben“ sprechen, bedeutet das auch, ob wir unsere „Seele“ so entwickelt haben, dass sie in der Lage ist, nach dem Tod in ihre „Seelenheimat“ zu gelangen.

 

Wir werden bei diesem Seminar versuchen, den Antworten zu diesen Themen näher zu kommen.

 

Innere Übungen, die Movements und Meditationen und unsere Gespräche zum Thema werden uns helfen, mehr über die „Seelenwelt“ zu verstehen.

 

Zeit: Freitag, 15. November ab 16 Uhr bis Sonntag, 17. November 15 Uhr.

Ort: 21394 Südergellersen, Auf der Höhe 10

Seminargebühr: € 200,-

Hauskosten und Verpflegung: € 70,-

Übernachtung im Haus, meist in 2-Bett-Zimmern, Ez möglich. Je nach Wetter auch in Zelten